Geforderte Privatisierung in Griechenland, and the Winner is…

Griechenland hat es wirklich nicht einfach.
Gerade heute wurde im Bundestag der Weg frei gemacht, für ein 3. Hilfspaket, welches Griechenland aus der Krise befördern soll.
Es geht hier um ganze 86 Milliarden Euro.
Deutschland haftet, wie auch bei allen anderen Hilfskrediten, mit 27% .
Bedeutet nichts anderes, als das bisher nicht 1 Cent von Deutschland ausgegeben wurde.
Denn wir müssten nur im Falle einer Staatspleite tief in die Tasche greifen.
Das mit den 86 Milliarden € wieder einmal nur Banken und Konzerne gerettet werden, steht auf einem anderen Blatt.
Bei den Bürgern in Griechenland kommt nicht 1 € an !
Aber, darauf möchte ich hier eigentlich nicht hinaus.
Mir geht es um die geforderten Reformen, welche Griechenland zu erfüllen hat, um überhaupt an das Geld des 3. Hilfspaketes zu kommen.
Und einer dieser Forderungen sieht die Privatisierung von Unternehmen vor.
Man mag es kaum glauben, aber so hat sich Griechenland dazu entschlossen, 14 seiner gewinnbringenden Flughäfen an den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport zu verkaufen.
Verkauft wurde hier also die Betreiberlizenz für die nächsten 40 Jahre.
Die anderen, weit über 30 kleineren Flughäfen, welche keinen Gewinn erzielen verbleiben beim griechischen Staat.
So, nun frag ich mich, wie ein Land jemals eine Schuldenkriese bewältigen möchte, wenn sie das, was noch Gewinne erwirtschaftet, auch noch verkauft werden muss?
Es macht doch gar keinen Sinn, gewinnbringende Unternehmen zu privatisieren.
Wer soll denn da den Staatshaushalt finanzieren?
Zu den Flughäfen zählen u.a. der Flughafen Thessaloniki, Aktio und Kavala und Chania sowie die Flughäfen der Inseln Kefalonia, Korfu, Kos, Lesbos, Mykonos, Rhodos, Samos, Santorin und Zakynthos
Das ganze gab es auch noch zu einem Schnäppchenpreis von 1,234 Milliarden Euro.
Interessant daran ist auch, das die sogenannte ‚Privatisierung‘ eigentlich gar keine ist.
Wirft man einen Blick auf die Aktionärsstruktur, muss man feststellen, das 31,37 % dem Land Hessen gehören, und 20,03 % den Stadtwerken Frankfurt am Main.
Somit hält die also die öffentliche Hand über 50%.
Eine Privatisierung in Griechenland, welche gar keine ist.
Sieht für mich eher so aus, als ob hier die Landesregierung sich an der Plünderei Griechenlands beteiligt.
Der deutsche Staat enteignet im Grunde genommen ein souveränes Land unter dem Deckmantel einer Firma.
Ich warte auf den Tag, wo Fraport Sanierungszuschüsse bei der Stadt Frankfurt stellt, um die Flughäfen in Griechenland zu modernisieren.
Zahlen wird es dann: der deutsche Steuerzahler

Und ich bin mal wieder etwas Fassungslos ….
Ich glaube ich sollte RTL2 schauen, und mich nicht mit so etwas beschäftigen, ist besser für meine Gesundheit.

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