Wir lernen rechnen, mit den Politikern….

Die Grundschulschließung in meiner Gemeinde beruht ja darauf, hier eine Kostenersparnis herbei zu führen.
Aber wie wird diese Berechnet und Kalkuliert?
Mal abgesehen davon, das der gesamte Vorschlag  des Gemeinderates aus Vermutungen, Schätzungen und Annahmen besteht verstehe ich die Kalkulation überhaupt nicht

Bezugnehmend auf folgendes Papier der Grundschulreform:

1. GS Rajen geht überwiegend in die GS Overledinger-Geest.
Einsparung pro Jahr 52.950,31 €

Einmalige max. Rückzahlung KP-Mittel 44.329,68 €

2. GS Konke-Oltmanns und GS Klostermoor-Nord gehen in die GS Langholt.
Einsparung pro Jahr 93.694,92 €

Einmalige max. Rückzahlung KP-Mittel 77.312,04 €
Der Einsparung stehen Mehrausgaben für eine Kindertagesstätte gegenüber. Bei einer
Umwandlung der KOS in eine Kindertagestätte wird voraussichtlich die Rückzahlung entfallen.

3. GS Burlage und GS Klostermoor-Süd zusammen in die GS Burlage.
Einsparung pro Jahr 27.771,65 €

Einmalige max. Rückzahlung KP-Mittel 58.607,32 €

Gesamtergebnis:

Der Vorschlag führt bei einem Verkauf oder Abbruch der Gebäude bzw. Umnutzung zu einer
Kindertagesstätte insgesamt zu jährlichen Einsparungen im Grundschuletat in Höhe von ca.
174.400,00 €.

Vermutlich wird eine maximale Rückzahlung von Mittel aus den Konjunkturprogrammen fällig in Höhe

von 102.937,00 €.

Man geht also davon aus, dass die Schulen verkauft, oder kostenlos abgerissen werden.
Nirgends werden Kosten für Abbruch und Entsorgung kalkuliert!!!!

Nun kann jeder mal gern zum Taschenrechner greifen und die oben beschriebenen 3 Rückzahlungen zusammenrechnen.

Ich komme ich auf  180.249,04 € und nicht auf von 102.937,00
Man kann doch bei Kalkulationen bitte nicht mit “wenn” und “aber” rechnen.

Hinzu kommt, das die Schule Klostermoor schon  geschlossen ist, und auch diese hat Mittel aus dem Kunjunkturpaket in Höhe von rund 85,600 € erhalten.
Müssen wir die nicht noch hinzurechnen?

Also rechnen wir diese Rückzahlung noch einmal rauf,
kommen wir auf eine Summe von 265.849,04 € welche die Gemeinde zurückzahlen muss.

Man muss jetzt nicht unbedingt eine Mathematik-Experte sein, um zu sehen, das hier irgendetwas nicht stimmt.

Aber wer denkt, wir sind am Ende, nein, weit gefehlt.
Die Grundschüler, müssen ja nun Transportiert werden. Das ganze geht natürlich nicht kostenlos.
Ich frage mich, warum es keine Kostenaufstellung darüber gibt?
Der Landkreis rechnet grob mit Kosten von 450 € pro Schüler und Jahr.
gehen wir davon aus, das rund 200 Schüler mehr befördert werden, kommen wir auf kosten in Höhe von 90.000 € pro Jahr.

Nehmen wir mal unsere oben geschriebenen Kosten für die Rückzahlung und addieren die Fahrkosten mit hinauf komme ich auf kosten in Höhe von 355.849,04

Fassen wir also zusammen.

Gewinn bei Verkauf oder Abriss: 174.000 €
Kosten für Rückerstattung von Investitionsgelder und sonstiges:   355.849,04

Da frage ich mich ernsthaft wie man hier auf Kostenersparnis kommt?

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