Meine Gedanken über PRISM und Co.

Also, ich weiß ja nicht.
Ist das wirklich so neu?
Ich habe mal vor 10 und mehr Jahren das Buch „NSA : die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt.“ von James Bamford und Helmut Ettinger gelesen.
Danach wusste ich alles ;)
In diesem Buch wurde damals schon berichtet (und auch mit Beweisen beleget) welches Ausmaß die Spionage der NSA hat.
Selbst damals stand man schon vor dem Problem, das es dem Geheimdienst nicht gelang die Datenflut auch nur annährend zu bewältigen und zu verarbeiten.
Gut, die Rechner sind mittleiweile schnelle und leistungsfähiger geworden.
Aber auch die Datenflut hat durch Handys ,Internet, soziale Netzwerke etc. enorm zugenommen.
Jetzt, nach der Veröffentlichung von Edward Snowden sind plötzlich alle hoch erstaunt und erbost.
Ja, was meint ihr denn, was 100.000 und mehr Mitarbeiter bei der NSA den ganzen Tag machen um 500 GWh/Jahr Strom im Jahr zu verbrauchen ?
Golf spielen, Kaffee trinken?
Meint ihr wirklich, das NSA Projekte wie „Echelon“,“ Memex“ oder „Carnivore“ zum Spaß existieren ?

Ich kann die Aufregung nicht wirklich verstehen.
Ich rege mich viel mehr über andere Tatsachen in Bezug auf die Enthüllungen auf.

Weder der BND, noch das Innenministerium noch der Verfassungsschutz hatten ANGEBLICH keine Ahnung von PRISM ?!?!?
Und HIER frage ich mich, was diese den ganzen Tag lang machen.
Ich bitte euch. Wenn das stimmt, heißte es 6 setzen.
Denn genau das wäre ihre Aufgabe gewesen.
Aber hey, der BND möchte in den nächsten Jahren 100 Millionen € in die Internetüberwachung investieren (Quelle ).
Problem ist nur, wenn sie selber nicht mal mitbekommen, das sie Überwacht werden, wie wollen Sie das selber überwachen?

Also, die NSA sammelt Daten, Weltweit, um eine mögliche Terrorgefahr frühzeitig zu erkennen.
Dennoch sind nicht in der Lage Terroranschläge wie z.B. am 11. September 2001 frühzeitig zu erkennen?
Oder stimmt hier wirklich die Tatsache, einer selbstinszenierung welche immer wieder als Verschwörungstheorie abgetan wird?

Jetzt gibt es plötzlich Seiten wie http://prism-break.org/#de.
Diese listen u.a. ‚sichere‘ Programme und Betriebssysteme auf.
Aber mal ganz ehrlich, was bringt es?
Ich meine, die NSA sitzt ja nicht auf meinem PC.
Sie hören Knotenpunkte ab, auf welche ich so oder so keinen Zugriff habe, zapfen Unterwasserkabel an.
Sicher, ich kann mein freies, OpenSource Betriebssystem mit freier Software verschlüsseln.
Und das schützt mich dann?
Eine Institution, welche Jahrelang unbemerkt überall rumschnüffeln kann (wie ja alle behaupten), ist also nicht in der Lage Quellcode zu lesen und geschützte Daten einzusehen?

Jup, richtig.
Morgen ist Weihnachten, und der Weihnachtsmann bringt den Osterhasen mit.
In diesem Sinne… schönen tag ;)

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